Über zwei Tage hinweg beschäftigten sich die Teilnehmenden mit den ersten Schritten auf dem Weg zur Gründung: Sie arbeiteten daran ein konkretes Problem aus der Praxis zu verstehen, potenzielle Nutzer:innen zu identifizieren, eine Lösung zu entwickeln und einen Pitch vorzubereiten.
Von Forschungsfragen zu konkreten Problemen
Am ersten Tag ging es zunächst darum, das Problem zu verstehen, bevor eine Lösung entwickelt wird. In Teams, die sich an ihren Forschungsschwerpunkten orientierten, arbeiteten die Teilnehmenden mithilfe von Ideation-Übungen und Personas heraus, welche Bedürfnisse potenzielle Nutzer:innen haben könnten .
Ein Ideation Game forderte sie dazu auf, Lösungen für ihnen unbekannte Probleme zu entwickeln. So wurden sie ermutigt, über ihre gewohnten Fachgebiete hinauszudenken und zu überlegen, wie Technologien unterschiedliche Herausforderungen adressieren können.
Eine zentrale Erkenntnis lautete: Zuerst das Problem verstehen und früh mit potenziellen Nutzer:innen sprechen. Indem zukünftige Gründer:innen ihre Annahmen mit potenziellen Nutzer:innen überprüfen, können sie Lösungen entwickeln, die auf tatsächliche Bedürfnisse eingehen, statt allein von einer Technologie auszugehen.
Von Gründer:innen und Peers lernen
Johannes Zimmer, Gründer und CEO von lytris, gab Einblicke in seinen eigenen unternehmerischen Weg. Dabei sprach er unter anderem darüber, wie sich das richtige Problem identifizieren, eine Go-to-Market-Strategie entwickeln, Kapital einwerben und Investor:innen gewinnen lassen. Auch die persönlichen Herausforderungen beim Aufbau eines Unternehmens kamen zur Sprache.
Am zweiten Tag entwickelten die Teilnehmenden aus ihren Erkenntnissen konkrete Gründungsideen. Sie arbeiteten an ihren Value Propositions, beschäftigten sich mit Geschäftsmodellen und MVPs und übten, ihre Ideen durch Pitches und Storytelling überzeugend zu vermitteln.
Für Georgii Kolokolnikov, AI Grid-Mitglied, stellte der Workshop eine wertvolle Verbindung zwischen akademischer Forschung und Unternehmertum her:
„Besonders wertvoll fand ich, dass sich der Workshop damit beschäftigt hat, wie Forschung und technologische Entwicklungen in ein Geschäftsmodell überführt werden können. Die Kombination aus kurzen theoretischen Impulsen und praktischer Gruppenarbeit machte den Workshop sehr dynamisch und abwechslungsreich.“
Darüber hinaus hob er den Community-Aspekt des Workshops und die Möglichkeit hervor, gemeinsam mit Gleichgesinnten eine HealthTech-Idee zu entwickeln.
Gemeinsam verschiedene Zukunftswege entdecken
Unternehmertum ist nicht für alle Forschenden der richtige Weg. Umso wichtiger ist es, diesen Karriereweg kennenzulernen. Mit Formaten wie diesem Workshop bietet AI Grid Raum, unterschiedliche Karrierewege zu entdecken, Menschen mit vielfältigen Erfahrungen zu treffen und herauszufinden, wie sich die eigenen Fähigkeiten und Forschungsergebnisse über die akademische Laufbahn hinaus einsetzen lassen.






